Die Belagerung

Theaterhaus Ensemble
spannendes Theaterstück von Martin Baltscheit

In einem der kältesten Winter Sibiriens wird das kleine Dorf Pilowo und seine Bewohner völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Vorräte sind aufgebraucht, die Menschen hungern und misstrauen einander. Indessen brechen Michail und seine beiden Töchter Anna und Olga ein altes Tabu: In ihrer Verzweiflung essen sie das Fleisch eines jungen Wolfes, den Olga erlegen konnte. Und auch den Wölfen knurrt der Magen. Sie umzingeln das Dorf und lauern auf eine Gelegenheit für ihren Angriff. Wer ist Jäger? Wer ist Beute?

"Gestern haben wir einen Menschen getötet. Ein Weibchen, sie war fett und wehrlos. Jetzt sind die Menschen vorsichtiger, sie bleiben in ihren Bauten und rufen sich von ihren Dächern zu. Sie beobachten uns, zählen über 100 Wölfe, aber wir sind weniger. Das ist ein Trick, wir sind darauf angewiesen mehr zu scheinen als wir sind."

Martin Baltscheits Theaterstück erzählt von einer jungen Liebe und von existenzieller Bedrohung, es handelt von einer Familie, die zusammenhält in der Not, einer Dorfgemeinschaft, die langsam ihre gemeinsamen Werte verliert und doch die Menschlichkeit nicht dem Hunger und den Wölfen opfern möchte. Regie führt der Schweizer Theatermacher Taki Papaconstantinou, der bereits "An der Arche um Acht" mit dem Theaterhaus Ensemble erfolgreich inszenierte.

Schauspiel: Finn Hanssen, Günther Henne, Oliver Kai Mueller, Uta Nawrath, Susanne Schyns | Gitarre: Matthias Baumgardt | Regie: Taki Papaconstantinou | Kostüme: Catherine Decelle | Regieassistenz: Daniela Krabbe | Deutsche Erstaufführung 28. Januar 2011
Familien: ab 10 Jahren | Schulen: 5. - 10. Klasse

Drucken