Die kleine Meerjungfrau

Theaterhaus Ensemble
von Judith Herzberg nach dem Märchen von H.C. Andersen
für Kinder ab 7 Jahren und Erwachsene

Die kleine Meerjungfrau lebt unter dem Meeresspiegel, in einer Welt ohne Sorgen ohne Not aber auch ohne jede Aufregung, geradezu fade. Sie hat eine große Sehnsucht: „...für einen Tag Mensch sein. Oder eine Stunde....“ Und als ihr schließlich ein Menschenprinz in die Arme gespült wird, den sie vor dem Ertrinken rettet, verliebt sie sich und ihr Entschluß steht fest. Für ein Paar Menschenbeine tauscht sie bei der Hexe ihre Stimme ein und das obwohl ihr jeder Schritt, den sie auf der Erde gehen wird, schneidende Schmerzen bereiten wird. Der Handel mit der Hexe besagt außerdem, daß die Meerjungfrau das Herz des Prinzen ganz und gar gewinnen muß sonst muß sie sterben.
 
"Die jungen Akteure ... bringen diese ganz und gar nicht rührselige Geschichte ohne Happy End mit einer Begeisterung auf die Bühne, die ansteckt. (Sie) singen, tanzen und deklamieren mit überschäumender Freude. Thomas Rohoska nutzt sein Akkordeon nicht nur zum Spielen, sondern erzeugt damit auch Naturgeräusche wie Wind und Sturm. Kurzum: Großes Theater für kleine Leute, in das man auch Erwachsene schicken möchte." Offenbach Post

Die niederländische Dichterin Judith Herzberg hat Andersens "Kleine Meerjungfrau" in eine poetische, musikalische Sprache gefasst, die in ihrer Klarheit einen neuen Blick auf das bekannte Märchen frei macht: Eine gar nicht so traurige Geschichte über die Sehnsucht und die Schmerzen des Größerwerdens, die Dummheit von Prinzen und die erste große Liebe.

Inèz Derksen, in den Niederlanden eine der wichtigsten Kinder- und Jugendtheaterregisseurinnen der jungen Generation, hat bereits zahlreiche Stücke in Holland und den Nachbarländern inszeniert, in Frankfurt beispielsweise für das TheaterGrueneSosse "Heinrich der Fünfte". Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen spielerischen und leichten Ton aus, mit dem sie auch ernste Themen für Kinder verständlich macht.

Meerjungfrau: Daniela Burkhardt (später Stefanie B. Fritz. dann Susanne Schyns) | Prinz, Schwester, Erzähler: Michael Meyer | Hexe, Schwester, Erzählerin: Uta Nawrath | Prinzessin, Großmutter, Schwester, Erzählerin: Susanne Schyns (später Juliette Groß) | Akkordeon: Thomas Rohoska | Regie: Inèz Derksen | Komposition: Annemarie Roelofs | Kostüme: Kerstin Laackmann | Licht: Jörg Poppe | Technik: Daniel Maier, Lukas Wegner | Dramaturgie: Susanne Freiling | Übersetzung aus dem Holländischen: Uwe Dethier, Inèz Derksen | Aufführungsrechte: Gustav Keipenheuer Bühnenvertriebs GmbH, Berlin | Deutschsprachige Erstaufführung im Theaterhaus am 6. Mai 2000

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