Die Leseratten

Theaterhaus Ensemble
ein Projekt zur Leseförderung im Auftrag der Stiftung Leseförderung - ab 8 Jahren

Wir befinden uns im Jahr 2030. In den letzten heruntergekommenen Bibliotheken sitzen noch einige Leser, als die schwer bewaffnete Bücherwehr den Raum stürmt und mit der Vernichtung aller Bücher beginnt. Denn Lesen ist verboten, zuwider Handlung wird schwer bestraft. Doch eine geheime Organisation, „Die Leseratten“, trifft sich noch in einem verborgenen Keller und lernt ganze Bücher auswendig, um die Geschichten vor dem Vergessen zu bewahren. Auf ihrer Suche nach weiteren Verbündeten verliebt sich eine „Leseratte“ in den Bücherwehrmann Stefan, jetzt wird es brenzlig…

In Zusammenarbeit mit der „Hessischen Leseförderung“, 20 Bibliotheken und zahlreichen Grundschulen entwickelt das Theaterhaus seit 2005 das Projekt „Das Gespielte Buch“. Kinder der 3. und 4. Grundschulklassen erhalten eine Auswahl von Büchern, die von der Leseförderung ausgewählt werden. Innerhalb des Schuljahres werden diese Bücher zusätzlich zur Unterrichtslektüre von allen Kindern gelesen. Die von den Kindern gelesenen Bücher werden in der Aufführung „Die Leseratten“ verarbeitet. Diese Aufführung findet jeweils in der Bibliothek statt und muss an jedem Spielort neu geprobt werden.
Die Geschichte spielt im Jahre 2030, handelt von dem Bücherverbot, das von der Bücherwehr durchgesetzt wird und von einer Gruppe, die sich dagegen zur Wehr setzt und die Bücher auswendig lernt. Die Aufführung endet am Höhepunkt und die Kinder werden aufgefordert, das Theaterstück zu Ende zu schreiben.
Über 5.000 Kinder haben an dem Projekt teilgenommen, über 500 eingereichte Texte sind ausgewertet und ausgezeichnet worden. Die Nutzung der Bibliotheken durch die Kinder hat nachweislich signifikant zugenommen hat.

Spiel: Günther Henne, Sibylle Verena Ludwig, Daniel Maier, Kathrin Marder, Michael Meyer, Uta Nawrath, Susanne Schyns, Verena Specht-Ronique, | Regie: Gordon Vajen | Von Theaterhaus Ensemble und Susanne Freiling | Foto: Gordon Vajen | Uraufführung 21. Februar 2005

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