Europa am Strand

Theaterhaus Ensemble
Von Sybille Neuhaus für Menschen ab 13 Jahren

Phönizien – wie jeden Morgen spielt die Königstochter Europa mit ihrer Freundin am Strand. Doch dieses eine Mal wird sie von Zeus, dem mächtigsten aller Götter, und seinem Sohn Hermes beobachtet. Zeus begehrt das junge Mädchen und nähert sich ihr in Gestalt eines schönen weißen Stiers. Europa ist entzückt – „im Pulstakt Ihres Herzens stampfen seine Hufe“ – sie reicht ihm Blumen, spielt mit ihm, setzt sich auf seinen Rücken und lässt sich schließlich von ihm entführen.

„Sybille Neuhaus hat den Mythos von Europa, die von dem als Stier getarnten Zeus entführt wurde, umgeschrieben. Und dabei ein feines Gespür für das verwirrende und manchmal auch schmerzliche Gefühl Liebe gezeigt. Die junge Europa, die durch Zeus nicht nur die erste Liebe, sondern auch die Sexualität entdeckt, erschrickt zunächst vor beidem. …Und so spricht in Martina van Boxens Inszenierung der Körper, wenn der Mund noch nicht formulieren kann. Für die Sprachlosigkeit angesichts der Liebe hat sie ebenso kraftvolle Bilder gefunden wie für die Ängste, Sehnsüchte und Schuldgefühle… „Europa am Strand“ ist poetisch, sinnlich, komisch und intelligent. Ein gelungener Auftakt für das ambitionierte Projekt „Europäische Mythen für Kinder“.
Frankfurter Neue Presse

Spiel: Stefanie B. Fritz, Günther Henne, Michael Meyer, Uta Nawrath, Susanne Schyns | Regie: Martina van Boxen | Bühne, Kostüme: Nanette Zimmermann | Dramaturgie: Susanne Freiling | Uraufführung 23. Mai 2001

Drucken