TheaterGrueneSosse

Im März 1991 hat das TheaterGrueneSosse mit der Premiere von "Robinson & Crusoe" die Sparte Jugendtheater im Theaterhaus eröffnet. Seither hat das TheaterGrueneSosse viele erfolgreiche Jugendtheaterstücke produziert und seit einigen Jahren auch für Kinder ab 6 Jahren ein Repertoire aufgebaut. Als Gesellschafter des Theaterhauses gestaltet das Ensemble (Willy Combecher, Sigi Herold, Detlef Köhler) maßgeblich den Spielplan - dazu trägt auch das Junge Ensemble des TheaterGrueneSosse bei, das es seit 1998 gibt.

Auszeichnungen
Kinder- und Jugendtheaterpreis „Karfunkel 2018" der Stadt Frankfurt
Konrad Anrath Gedächtnispreis als bestes Jugendtheater
Ausgezeichnet mit dem Marburger Kinder- und Jugendtheaterpreis
Kindertheater des Monats Nordrhein- Westfalen

Tourhighlights
Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Großbritannien, Iran, Japan, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Spanien, Ungarn

www.theatergruenesosse.de

Geschichte

Der Auftritt 1982 war ein Paukenschlag: Peter Bauer hatte eine Gruppe junger Leute um sich versammelt und brachte "Mensch ich lieb' dich doch!" auf die Bühne. Sie finden den finalen Namen für ein Frankfurter Ensemble: "Theater Grüne Sosse" ist zu einem berühmten Markenzeichen geworden und prägt seitdem das Jugendtheater in Frankfurt und Hessen.
Als Seiteneinsteiger von den "Profis" aus den Stadttheatern beargwöhnt, behaupten sie selbstbewusst, respektlos und rotzfrech ihr künstlerisches Credo: Theater für Jugendliche muss deren aktuellen Themen aufgreifen, muss die Grenze von der Bühne zum Zuschauer auflösen und in einer lustvollen Spielweise die Sinne und Gefühle des Publikums erreichen. Offen für neue Ideen und Inhalte, mutig bei der Formulierung eigener Ziele, holen sie sich Regisseure und Bühnenbildner von außen dazu, wagen sich an Stoffe, Themen und Formen, an die sich andere nicht herantrauen. Mit "Robinson & Crusoe" geben sie ihre Premiere im neu eröffneten Theaterhaus, und durch die Vermittlung des Weltverbandes der Kindertheater (ASSITEJ) fahren die drei Familienväter 1995 mit dem ersten UN-Konvoi nach Sarajewo in das kriegszerstörte Bosnien. Sie bringen den jungen Menschen dort, was sie neben Sicherheit, Medikamenten usw. auch dringend brauchen: eine Theatervorstellung, die ihnen Hoffnung gibt und auch die Gewissheit, zum kulturellen Europa dazu zugehören.
Mit der Bearbeitung des Romans "Herr der Fliegen" gelingt unter der Regie des Holländers Bas Zuyderland ein Meisterwerk, das die "holländische Spielweise" ins Theaterhaus einführt. Inéz Derksen aus Amsterdam führt diese Spielweise in "Heinrich der Fünfte" fort, mit dem das Ensemble dann in englischer Sprache den internationalen Durchbruch schafft und in Kanada und in Wales spielen.
Einen weiteren Schritt wagen sie mit dem belgischen Regisseur Marcel Cremer. In einer poetischen, musikalischen und choreographierten Bühnenästhetik entwickeln sie das Stück "Strandläufer", mit dem sie nach Japan eingeladen werden.
Durch die qualitativen Maßstäbe, die sie setzen, steigen die Qualitätsansprüche an die Arbeit im Theaterhaus. Sie sind damit Wegbereiter und Vorbild für das Theaterhaus Ensemble, und auf ihre erfolgreiche Arbeit ist es zurückzuführen, dass sich das Theaterhaus heute ganz dem Kinder- und Jugendtheater widmet. Und weiterhin sind sie Wegbereiter für neue Entwicklungen, sei es im Bereich "Theater und Schule", beim Festival "Starke Stücke" oder der Arbeit mit jungen Menschen in ihrem "Jungen Ensemble".

Gordon Vajen bei der Feier zum 25jährigen Jubiläum

DREIMAL KÖNIG
TheaterGrueneSosse | Foto: Katrin Schander