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Valeska – und ihre Schritte

ab 8

ein Bewegungstheaterstück und getanzter Vortrag für alle ab 8 Jahren

„Ich falle auf, wenn ich durch Berlin laufe. Die Leute machen schlechte Bemerkungen und ich dreh mich um und mach „Bäähhh!“ (Valeska Gert, 83)

Und ich renne auf die Bühne, durchs Publikum und freu mich, denn heute bin ich wieder die, die ich immer sein wollte. Ich bin ich, ich bin du, ich bin Valeska und dann bin ich auch noch alles zusammen. Und ich schau von oben auf all das hinunter und denke: Toll! Hätte ich das mal vorher kapiert. Ich kann alles sein.

Und jetzt genau schau ich in den Spiegel. Und was seh ich? Valeska Gert, in meinem Rock, mit meinen Beinen. Ich lache lauter als sonst und habe immer noch einen S-Fehler, der die Leute denken lässt. Da muss man doch was dran machen! So kann man doch nicht Schauspielen!!! Doch kann man. Bäähh!!!

Valeska Gert war und ist Ausnahmekünstlerin. Sie lässt sich in keine Schublade pressen und ist auf eine kindlich direkte Weise zeitlos. Sie tanzte schräg und extrem, schrie, murmelte, lachte laut und dreckig, während sie mit großen Schritten über die Bühne eilte und sich so bewegte, wie sie es für richtig befand. Sie tanzte den Tod und performte das Baby, so stark, dass man vor Lachen weinen wollte und will.

Mit ihren autarken Tänzen hat sie gängige Sichtweisen unterlaufen. Ihre Kunst wurde von den Nazis als entartet bezeichnet und erst viele Jahre später als wegweisend erkannt. Das Stück möchte vor allem Kindern Mut machen, ihr eigenes schöpferisches Potential zu begreifen, eine Ermutigung zum Vertrauen in die eigene Kreativität und Intuition.

Idee und Spiel: Katrin Schyns | Regie: Maud Haddon und Céline Vajen | Bühne: Team | Zeichnungen: Céline Vajen | Dauer: 45 Min. | Familien, Kindereinrichtungen: ab 8 Jahren | Schulen: ab 3. Klasse

Offener Abend: Mi 15.3. 19 Uhr Proberaum, Schwedlerstraße 1-5, 60314 Frankfurt

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